Kufa’s Urban Art

 

Das 2014 vom Kulturzentrum Kulturfabrik in Zusammenarbeit mit der Stadt Esch gegründete Kunst- und Pädagogikprojekt Kufa’s Urban Art hat das Ziel, die urbane Kunst dauerhaft im Escher Stadtgebiet zu verankern. Regional und international bekannte Künstler sind eingeladen, temporäre oder bleibende Kunstwerke zu erschaffen. Dadurch kann der urbane Raum dauerhaft umgewandelt werden und gleichzeitig durch pädagogische und sensibilisierende Aktivitäten, sozialartistische Begegnungen und geführte Besichtigungen der soziale Zusammenhalt gefördert werden. 

Für die Ausgabe 2019-2020 des Projekts Kufa’s Urban Art ist der Entwickler IKO Real Estate ab September 2019 Gastgeber von drei künstlerischen Interventionen am Standort Rout Lëns.

Rout Lëns
im Scheinwerferlicht

 

Durch urbane Künste kann die Stadt verschönt, der öffentliche Raum aufgewertet und sich angeeignet werden und dabei die Kultur für alle zugänglich gemacht werden. So zieht die in der Stadt Esch insbesondere durch Murals und Stadtmöbel bereits stark präsente Kunst nun auch in den Standort Rout Lëns ein. 

Diese künstlerischen Beiträge stellen einen Weg dar, auf das künftige Stadtviertel aufmerksam zu machen, seine Lokalisierung zu fördern und seinen Wandel bekannter zu machen. Ferner stellen sie den ersten Schritt der Anbindung von Rout Lëns an die Stadt dar, indem aus dem Standort ein Raum des künstlerischen Ausdrucks wird, wie er auch anderswo in der Stadt zu finden ist.

Drei Luxemburger
Künstler

Mural
von Eric Mangen

 

Der Beitrag von Eric Mangen veranschaulicht die Vorstellung einer Bewegung, einer Umwandlung, eines Übergangs. Ein Kreis schließt sich, damit ein anderer beginnen kann. Der Künstler möchte die Vorstellung eines dynamischen und zukunftsorientierten Standorts, der sich im Wandel befindet, vermitteln. ​

Brückenverkleidung
von Sascha Di Giambattista

 

Giamba möchte den Namen „Rout Lëns“ in der Vorstellungwelt der Menschen verankern. Er inspiriert sich von den Typographien der Plakate aus dem goldenen Zeitalter der Stahlindustrie, spielt mit dem symbolischen Rot des Südens und bewahrt dabei das verrostete Eisen der Brücke als Hintergrund, um die Vergangenheit nicht auszumerzen.

Fahneninstallation
von Julie Wagener

 

Drei verschiedene Fahnenarten markieren das Gelände von Rout Lëns. In der Nähe des Bahnübergangs zeigt ein „Wald“ aus 60 Fahnen abwechselnd zwei Arten von Bildern: Menschen, durch die auf das an den Standort zurückkehrende Leben angespielt wird, und schematische Raumdarstellungen, die auf das neue Stadtviertel verweisen. Beide teilen die gleichen Farben und symbolisieren so ein harmonisches Verhältnis zwischen den Menschen und der Infrastruktur. Die rote Farbe bezieht sich natürlich auf die industrielle Vergangenheit von Terres Rouges.

Das Bild, das der Rue d’Audun einen besonderen Akzent verleiht, stellt eine Person in Bewegung dar. Die Darstellung der einfachen Geste dieser Person inspiriert sich von einem Daumenkino und ist von den Autofahrern schnell erkennbar. Die Person wischt sich den Schweiß von der Stirn, was an die Arbeiter erinnert, während eine ihrer Hände auf dem Herzen liegt, was die im Gedächtnis der Bewohner im Süden tief verankerte Vergangenheit symbolisiert.